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Save the Date 5. April 2020

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Halbmarathon-Sieger Fabián Roncero:

Dass Fabián Roncero sein Potenzial ausschöpfen konnte, war ein

Zufall. Der spanische Weltklasseläufer, der beim 21. BERLINER HALBMARATHON

als zehnter Läufer weltweit die Stundenbarriere durchbrach und in 59:52

Minuten gewann, verlor als 24-Jähriger seinen Job in einem Unternehmen

für Filmentwicklungen. „Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich morgens

vor und nachmittags nach der Arbeit trainiert. Das war nicht einfach, denn ich

war ziemlich müde“, erzählt der inzwischen 30-jährige

Spanier aus Madrid. So hatte die Arbeitslosigkeit etwas Gutes für

Fabián Roncero. Er hatte mehr Zeit zum Training, und schon drei Monate

später war er Spanischer Meister im Halbmarathon. „Dann bot mir die

Firma wieder eine Stelle an, aber ich lehnte ab.“

Stattdessen konzentrierte sich Fabián Roncero vollkommen auf das

Laufen. Den Sprung in die Weltelite der Langstreckenläufer schaffte er

1998, als er den Rotterdam-Marathon in 2:07:26 Stunden gewann. Damals hatte er

trotz des Sieges Pech, denn wenige Kilometer vor dem Ziel lag er noch auf Kurs

für eine Weltbestzeit. Doch Krämpfe stoppten den Spanier und zwangen

ihn sogar zu Gehpausen. So tickten die Sekunden an der damaligen

Marathon-Bestmarke von 2:06:50 Stunden vorbei. Ein Jahr später wurde er

Zweiter in Rotterdam und verbesserte dabei seinen heute noch gültigen

spanischen Rekord um drei Sekunden. Die Weltmeisterschaften von Sevilla 1999

sollten ein Höhepunkt in seiner Karriere werden. Doch während dieses

Marathons stellte sich ein Rückenproblem ein, das Fabián Roncero

bei brütender Hitze mit Temperaturen von über 40 Grad zur Aufgabe

zwang. Erst ein Jahr später konnte er wieder bei einem Rennen über

die klassische Distanz an den Start gehen. Aufgrund der starken nationalen

Konkurrenz war Roncero nicht für den olympischen Marathon nominiert

worden. „Das war ein Schock für mich, als ich das erfuhr.“ In

Berlin wollte er deswegen zeigen, dass sein Verband mit dieser Entscheidung

einen Fehler gemacht hatte. Doch der Spanier kam wieder nicht ins Ziel.

Aussichtsreich im Rennen liegend, stoppten ihn Muskelprobleme kurz vor

Kilometer 30.

Der Ausstieg beim real,- BERLIN-MARATHON war ein Grund für

Fabián Roncero, nun beim BERLINER HALBMARATHON zu starten. Zeitgleich

fand auch in Lissabon ein Lauf über die genau 21,0975 km lange Strecke

statt, der einerseits räumlich andererseits aber auch finanziell

attraktiver gewesen wäre. Doch der Spanier möchte in Berlin etwas

gutmachen. Das ist ihm bei seiner Berliner Generalprobe für den

Rotterdam-Marathon, der in drei Wochen stattfindet, gelungen.

Zur Leichtathletik war Fabián Roncero einst auf Umwegen gekommen.

Denn als Kind war sein Lieblingssport Karate, gefolgt von Fußball und

Handball. Als 14-Jähriger begann er dann mit dem Laufen und wurde

während der ersten Jahre von seinem Vater trainiert. Mit 20 kam er zu der

Film-Firma, und nach der Kündigung entwickelte sich seine Karriere.

 

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