Deborah Schöneborn

Deborah Schöneborn

Für Deborah Schöneborn fing das Jahr unglücklich an: Haarscharf verpasste sie ihr großes Ziel, sich zum zweiten Mal für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Der 29-jährigen Berlinerin fehlten am Ende beim Houston-Marathon im Januar 23 Sekunden, um den dritten Startplatz im Rennen um die Olympia-Tickets zu belegen. Zumindest aber konnte sich „Debbie“ Schöneborn mit einem starken vierten Platz in Houston sowie einer persönlichen Bestzeit von 2:24:54 trösten. 

Noch in Houston setzte sich Deborah Schöneborn neue Ziele für das Jahr: Die Qualifikation für den Halbmarathon bei den Europameisterschaften im Juni in Rom steht nun im Vordergrund, danach will sie Ende September beim 50. BMW BERLIN-MARATHON starten. Um bei der EM starten zu können, müsste sie möglichst die Halbmarathon-Normzeit von 70:30 Minuten unterbieten. Die schnelle Strecke des GENERALI BERLINER HALBMARATHON offeriert ihr eine gute Möglichkeit, diese Zeit zu erreichen. Vor gut einem Jahr lief sie in Sevilla ihre Bestzeit von 69:41. Den GENERALI BERLINER HALBMARATHON kennt sie so gut wie kaum ein anderes Rennen: 2019 war sie hier bereits Siebente, dann folgten die Plätze 15 (2022) und 13 (2023).

Mit ihrer Zwillingsschwester Rabea Schöneborn, die ebenfalls den GENERALI BERLINER HALBMARATHON laufen wird, durchlief „Debbie“ Schöneborn eine starke Entwicklung. Beide gehörten zum deutschen Team, das 2020 bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Gdynia (Polen) überraschend die Bronzemedaille gewann, und beide liefen sehr gute Rennen bei den Europameisterschaften in München 2022. „Debbie“ Schöneborn wurde dabei Zehnte und Rabea folgte auf Rang zwölf. Mit dem deutschen Team gewannen sie den in die EM integrierten Marathon-Europa-Cup. Bereits im Jahr zuvor hatte „Debbie“ Schöneborn sich als starke Meisterschaftsläuferin in einem Hitzerennen erwiesen: Bei den Olympischen Spielen erreichte sie einen überraschenden 18. Platz, nachdem sie sich in der Qualifikation im Kampf um den dritten deutschen Startplatz mit nur acht Sekunden Vorsprung ganz knapp gegen ihre Schwester durchgesetzt hatte. 

Die acht Jahre ältere Schwester der Läuferinnen, Lena Schöneborn, ist die Olympiasiegerin im Modernen Fünfkampf von Peking 2008. Deborah und Rabea Schöneborn betrieben zunächst ebenfalls Modernen Fünfkampf. Seit 2017 konzentrieren sie sich auf das Laufen.

 

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